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“Die jungen Mädchen sind ja selbst schuld, wenn …” – siehe Details?

Montag, 15. Februar 2010

Ist das wirklich unterm Strich ein üblicher Umgang mit dem Thema “Übergriff an Kindern und Jugendlichen”?
Wir waren letztens bei Leuten (an sich sehr aufgeklärte und kluge Menschen) und da kam das Gespräch irgendwie auf “Männer, die auf sehr junge Mädels stehen” und im öffentlichen Leben stehen, sprich mit Jugendlichen und Kindern berufsmäßig zu tun haben. Im Klartext, es ging um jemanden, der mit 12 jährigen Pornohefte guckte, dafür verurteilt wurde und nun angeblich geheilt und therapiert sei. Er hat zwar nicht im Sinne von Erziehung mit Jugendlichen zu tun, aber er leitet Projekte, in denen Jugendliche miteingebunden sind. Das ist Fakt.
Im gleichen Atemzug sprach man (vor allem die Frauen, hatten auch Kinder) davon, das “die jungen Mädchen ja schließlich selbst schuld wären, wenn Männer sich von ihnen so angesprochen fühlten und das ja oft mißverstehen und als Einladung sehen müssten!” Und dann kam man auf das “männerspezifische Interesse an hübschen jungen Mädchen” – das müsste man eben akzeptieren. Das wär doch alles nicht so schlimm, das wär eben so. Und wer so “nackt herumlaufe,müsse sich eben nicht wundern!” Und außerdem wär das ja alles nicht so schlimm für die Jugendlichen/Kinder.
DIe Damen waren wirklich der Meinung, daß ein Kind/Jugendlicher, der so was erlebt hat, völlig ohne Schäden irgendwelcher Art für sein Leben davonkomme, in etwa wie eine 14 tägige Vitaminkur, und dann hat man wieder das, was man vorher hatte. Fröhlich, unbefangen und völlig unbelastet.
Die Damen, die das so unreflektiert von sich gaben, waren Mitte 60 und hatten auch Töchter.
Als ich da meine Meinung zu sagte, weil mir der Kaffee wieder hochkam, wurde die Stimmung peinlich.
Die Medien schaffen inzwischen etwas mehr Bewußtsein, aber ist das wirklich noch überwiegend so, daß man sexuelle Übergriffe auf Kinder und Jugendliche im gesellschaftlichen KOntext so lax nimmt und bagatellisiert?

Ist bei Kindstötungen in Westdeutschland der Nationalsozialismus oder die 68er-Bewegung schuld?

Sonntag, 14. Februar 2010

Klar, dann noch Papst Puis der Siebte, Alenxander der Große, Erik der Wikinger und Tante Sue aus Süd-Amerika.
Ach ja und nicht zu vergessen die vielen Reissäcke, die in China umgekippt sind und die kleine Wasserschildkröte, die von Linksgerade die Straße nach Untenrechts auf zwei Beinen überquert hat!
In diesem Sinne….

Wer ist denn nun Schuld daran, dass ihr das Trommelfell gerissen ist?

Sonntag, 14. Februar 2010

http://www.abendblatt.de/hamburg/polizei…
Kriminelle Gummibärchen?
Krimineller Ehemann?
Dominante Ehefrau?
Also ich würde mit dem Werbelied antworten.
“Haribo macht Kindern froh – weil Mama hört nun nicht mehr gut, wenn Papa´s mit dem Söhnchen tut!”
Hätten sich diese Gummibären sich rechtzeitig als schweinegelatinefrei geoutet, dann wäre nie was passiert. Auch hätten sie rechtzeitig die Flucht antreten können oder sich im Kühlschrank verstecken können. Oder?
Eine Frage tut sich mir jedoch noch auf – warum betont der Angeklagte, dass er nicht strenggläubig ist? Muss man strenggläubig sein und kein Schweinefleisch essen um seine Frau ohrfeigen zu dürfen?